Nachhaltigkeit

Für eine nachhaltige Zukunft

Der Zweckverband zur kommunalen Klärschlammverwertung Thüringen mit Sitz in Bad Köstritz hat sich in seinen Grundsätzen zur Mitwirkung an der Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsstrategie der 17 Ziele der Agenda 2030 verpflichtet. Die spezifischen Herausforderungen des Thüringer Zweckverbandes mit Blick auf eine nachhaltige Entwicklung zeigen sich vor allem bei den Themen Klima, Umwelt, Innovation und Energie.

Gemeinsam Zukunft gestalten

Bereits in den 1990er Jahren setzten sich im Zuge der Kommunalisierung der Wasser- und Abwasserbetriebe die neu gegründeten Thüringer Zweckverbände mit den veränderten Rahmenbedingungen zur Klärschlammentsorgung auseinander. Dass diese neuen Anforderungen nur gemeinsam lösbar sind, darin waren sich schon die Teilnehmer des Ostthüringer Symposiums zur Klärschlammverwertung im November 1994 einig und bildeten eine regionale Interessengemeinschaft zur Klärschlammentsorgung.

Die Arbeitsgruppe Klärschlammkooperation entwickelte frühzeitig erste Konzepte zu organisatorischen, logistischen und technischen Fragen, um konzeptionell auf die immer höheren  gesetzlichen Herausforderungen vorbereitet zu sein. Auf der 1. Thüringer Klärschlammkonferenz wurde allen Thüringer Aufgabenträgern das Angebot einer interkommunalen Gemeinschaft zur Klärschlammverwertung unterbreitet. Mittlerweile haben sich in dem 2021  gegründeten Thüringer Zweckverband zur kommunalen Klärschlammverwertung 19 Trink- und Abwasserzweckverbände sowie verbandsfreie Gemeinden zusammengeschlossen – eine herausragende Entscheidung für die Zukunft.

Eine gemeinsam konzipierte Klärschlamm-Verwertungsanlage in Ostthüringen ist für alle Beteiligten eine wirtschaftlich optimale Lösung. Sie sorgt überdies auch für größtmöglichen Umwelt- und Klimaschutz sowie Nachhaltigkeit.

Klimaneutralität

Der Zweckverband zur kommunalen Klärschlammverwertung Thüringen setzt auf Klimaneutralität. Um dieses Ziel zu verwirklichen, ist es geplant, Emissionen über Einsparungen von Treibhausgasen an anderer Stelle zu kompensieren. Dafür sind Investitionen in Energieeffizienz, Wertstoffrückgewinnung und andere saubere und kohlenstoffarme Technologien nötig. Darüber hinaus verpflichtet sich der Zweckverband zum sparsamen Umgang mit Ressourcen.

Kurze Transportwege

Dem ZV-KKT gehören derzeit 19 Trink- und Abwasserzweckverbände sowie verbandsfreie Gemeinden an. Der entwässerte Klärschlamm der Mitglieder wird über kurze Transportwege zur Verwertungsanlage in Ostthüringen, anstatt in Verbrennungsanlagen in anderen Bundesländern geliefert. Das spart nicht nur erhebliche Kosten, sondern vermeidet tonnenweise CO2.

Keine Gewinnerzielungsabsicht

Die Leistungen der Klärschlammverwertung des KKT werden für jedes Verbandsmitglied, völlig unabhängig von der Größe und dessen örtlicher Lage, zu gleichen Leistungskonditionen ohne Gewinnerzielungsabsicht (Kostendeckungsprinzip) erbracht. Es erfolgt somit eine Gleichbehandlung aller kommunalen Aufgabenträger des Verbandes.

Phosphorgewinnung

Phosphor ist eine grundlegende Voraussetzung für jegliches Pflanzenwachstum. Deren ausreichende Verfügbarkeit ist bei einer wachsenden Weltbevölkerung von erheblicher Bedeutung für das Welternährungsprogramm. Derzeit wird Phosphor hauptsächlich durch Aufbereitung von Phosphaterzen aus Nordafrika gewonnen. Diese Vorkommen sind auf absehbare Sicht endlich. Mittels innovativer Technologien kann der weltweit bedeutsame Rohstoff aus Klärschlamm bzw. Klärschlammasche zurückgewonnen werden. Deutschland verbraucht pro Jahr etwa 170.000 t Phosphor.

Mit ca. 57.000 t pro Jahr besitzt Klärschlamm das mit Abstand größte Rückgewinnungspotential an Phosphor.

Abwasserentsorgung

Die Abwasserentsorgung ist eine wichtige Aufgabe der Daseinsvorsorge, dient der Gewässerreinhaltung und ist damit für eine lebenswerte Umwelt unerlässlich. In Deutschland sorgen modernste Kläranlagen dafür, dass die kommunalen und industriellen Abwässer ordnungsgemäß gereinigt dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt werden. Dabei entsteht im Ergebnis des Reinigungsprozesses unvermeidbar Klärschlamm, der einer weiteren Verwertung übergeben wird. In Abwägung der Risiken für den Boden- und Gewässerschutz begann mit der Novellierung der AbfKlärV im Jahr 2017der weitgehende Ausstieg aus der bodenbezogenen Verwertung von Klärschlamm (Landwirtschaft, Kompostierung, Landschaftsbau). Der ZV-KKT plant daher ein technologisch innovatives Verfahren der thermischen Verwertung, das den erhöhten Umweltanforderungen und den gesetzlichen Anforderungen zur P-Rückgewinnung entspricht.

Öffentlichkeitsarbeit

Der ZV-KKT steht für Transparenz – er informiert die Bevölkerung über die relevanten Prozesse und Verfahren und stellt seine Pläne und Entscheidungen öffentlich dar. Der offene Dialog mit Bürgern, Verbänden, Behörden etc. ist ein wichtiges Instrument zur Erreichung des Ziels.

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