
KKT geht auf Bürger zu
Bad Köstritz, den 30.09.2024
Seit gut 2 Jahren gibt es Diskussionen rund um die vom Zweckverband für kommunale Klärschlammverwertung Thüringen (KKT) geplanten Monoklärschlamm-verwertungsanlage im Industrie- und Gewerbegebiet Ronneburg-Ost. Nachdem der KKT erste Informationen zur geplanten Anlage veröffentlichte, kamen umgehende Reaktionen betroffener, besorgter und interessierter Bürger aus der Umgebung des Industriegebietes. Inzwischen wurden umfangreiche Planungen beauftragt und erarbeitet. Der nächste Meilenstein ist die Erstellung des Genehmigungsantrages und Einreichung bei der für das Verfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) zuständigen Behörde (Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz – TLUBN). Um eine konstruktive Kommunikation und Transparenz sowie die Akzeptanz für die weiteren Etappen des Bauvorhabens herzustellen hat sich der KKT dazu entschieden, die betroffenen Bürger, Vertreter der Kommunal- und Landespolitik sowie Experten intensiv in das Verfahren einzubeziehen. Dazu hat der KKT das Institut nexus aus Berlin beauftragt, ein sogenanntes Beteiligungsverfahren durchzuführen.
Ein erstes Gespräch mit Vertretern der Bürgerinitiative fand bereits am 16.09.2024 in Ronneburg statt. Derzeit wird die Einladung an zufällig aus der Region ausgewählte Einwohner versendet, an einem „Runden Tisch“ teilzunehmen. In diesem Dialog- und Austauschprozess werden wichtige Hintergrundinformationen zum geplanten Vorhaben übermittelt, fachliche Erklärungen durch Experten angeboten und die drängendsten Themen diskutiert. Darüber hinaus werden Möglichkeiten des Einbringens der Bürger in das Verfahren festgestellt.
Der Runde Tisch (BürgerForum KKT) wird im November stattfinden. Es werden Information zu den zentralen Themen, wie:
- Standortwahl
- Verkehrsführung und Fahrzeugaufkommen
- Prognose zu Geruchs- und Geräuschemissionen
- Umgang mit den „Produkten“ der Klärschlammverwertung (phosphathaltige Asche, Abfällen etc.)
plus Diskussion und Erarbeitung von Empfehlungen, wie z.B.:
- Welcher Wunsch besteht zum Umgang mit den Konflikten?
- Wie sollen die Informationen für die Öffentlichkeit aufbereitet werden?
- Wie sieht eine ideale Kommunikation zur Begleitung der Bau- und Betriebsphase aus?
behandelt.
Der Ergebnisbericht wird voraussichtlich bis Ende Januar 2025 erarbeitet. Der neutrale Durchführungsträger (nexus) stellt diesen im Sinne eines Empfehlungsschreibens der Bürger zusammen. D.h. die Inhalte werden von den Teilnehmern des Dialogverfahrens erarbeitet.
Durch den KKT wird eine Veranstaltung zur Übergabe des Ergebnisberichtes durchgeführt, in der Stellung zu den Empfehlungen genommen wird. Es ist beabsichtigt, diese auch, soweit möglich, im weiteren Planungsverfahren zu berücksichtigen.
